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buchflimmern

Impressions from the reading life

Nero Corleone kehrt zurück: Es ist immer genug Liebe da - Elke Heidenreich,  Quint Buchholz Der Anfang hätte gut und gerne für einen längeren Roman gereicht, driftet dann aber immer mehr in die Nero-Handlung. Ich hätte ihn gar nicht so sehr vermisst. Mir gefielen die Überlegungen Isoldes, die in einer Art midlife crisis angelangt ist, ohne es zu wollen. Sie steht vor einem Neuanfang, weiß aber nicht recht, wohin es gehen soll. Typisch Heidenreich: Italien, Opernarien und ein schnurrendes Wollkneuel auf dem Schoß helfen, die Krise zu überwinden.

Lieblingssatz: "Und das Glück huschte vorbei, hinterließ nur einen warmen Schein, während das Unglück immer mit umzog und wie ein kleines krankes Tier in der dunkelsten Ecke des Hauses lag und leise weinte, manchmal." Wer will da nicht sein mitgeschleiftes Unglück tröstend in die Arme schließen?

Gemessen an solchen Aussagen erscheint der Ausgang der Geschichte ein wenig plump, wenn auch nicht eindeutig genug, um vollends ins Klischee zu verfallen.