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Impressions from the reading life

Reisen im Licht der Sterne: Eine Vermutung - Alex Capus Ich liebe das essayartig Ausschweifende an diesem Text, aber ich glaube auch, dass eben das viele Leser abstößt.
Man kann sich durch die weiten, pointiert erzählten Exkurse ein breites Bild der Kolonialzeit zu See machen, denn oft geht es nicht um den Autor der "Schatzinsel" selbst. Aber auch über ihn und sein Leben erfährt man jede Menge. Wer nicht genug davon kriegen kann, kann ja immer noch zu einer der zahlreichen Biographien greifen; "Reisen Im Licht Der Sterne" will nicht das Leben von R.L. Stevenson als Ganzes rekapitulieren, sondern anhand einzelner Besonderheiten die Vermutung des Autors stützen, Stevenson habe tatsächlich still und leise eine Schatz gehoben.
Auch wenn mir einige Details dieser These recht wage vorkamen, hatte ich doch viel zu viel Spaß an deren Erläuterung, als dass ich das Buch frustriert in eine Ecke geworfen hätte.
Ich würde das Buch außer Stevenson-Fans und Liebhabern von Abenteuergeschichten auch historisch Interessierten empfehlen. Es ist mal was ganz anderes.