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Impressions from the reading life

Der König auf Camelot, Bd. 1, Das Schwert im Stein - T.H. White Ich hatte ungemeinen Spaß an diesem Roman und bin gespannt auf die weiteren Teile. Als Kenner (und, ja, Liebhaber) des Disneyfilms "Die Hexe und der Zauberer" wurde mir erst nach einigen Seiten vollends klar, dass zwischen beidem eine Verbindung besteht. Ich bin froh, sagen zu können, dass sich der manchmal blödelnde Humor des Films tatsächlich dem Buch zugrunde liegt (auch wenn mein Liebling des Buches, König Pellinor, leider in vollkommen unzureichender Form Eingang in den Film gefunden hat).
Doch noch mehr haben mich als Kennerin mittelalterlicher Prosa die zahlreichen Anspielungen an ebendiese absolut entzückt. Eine geniale Übertragung des Artusstoffs für ein modernes Publikum.
Ich denke, was viele an T.H. White stört, sind zum Einen seine Exkurse über die Heuernte etc. und zum Anderen die in diesem Buch langen, fast philosophischen Erfahrungen, die Wart in Form verschiedener Tiere sammelt. Persönlich empfinde ich beides gar nicht schlimm. Es stimmt schon, dass die Story dadurch etwas ins Stocken gerät. Doch White bleibt auch darin seiner Inspirationsquelle, Malory und wohl dem Artusroman als Ganzem, treu. So erfährt der gut unterhaltene Leser einiges über das mittelalterliche Leben und das Verhalten von Wildgänsen und die tieferen Gedankengänge der Igel - ich sehe da kein allzu großes Problem, würde aber dem ungeduldigen Leser nicht ungewarnt meine Empfehlung aussprechen.