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buchflimmern

Impressions from the reading life

Gigantischer Verbesserungsbedarf

Drachenzwielicht (Die Chronik der Drachenlanze, #1) - Margaret Weis, Tracy Hickman

Ganz am Ende hatte ich mal kurz den Eindruck, tatsächlich eine Charaktereigenschaft entdeckt zu haben. Nur Einbildung? Total möglich, denn die Figuren von Margaret Weis sind mindestens so schwach wie der fadenscheinige Plot und die sehr dialoglastige, dafür verknüpfungsarme Sprache.

 

Die Kapitelüberschriften bestehen allen Ernstes aus mehreren Teilen, die einem quasi die Handlung vorkauen. Aber nicht in dieser niedlichen Barockmanier (à la "Das dritte Kapitel; in dem die Heldin sich von ihrem schändlichen Ehegatten lossaget und in die Welt zieht, um die Kunst des Buchdrucks zu erlernen; weiterhin in kurzzeitige Gefangenschaft gerät; und eine seltsame Bekanntschaft macht."), sondern in vermeintlich Spannung erzeugenden zusammenhanglosen Stichworten ("Die Lichtung - ein kurzes Aufatmen"; mein Pseudobeispiel).Kapitel enden mitten in der Szene wie in Disney-Zeichentrickserien der Neunziger (Chip&Chap, Duck Tales, erinnert ihr euch?).

 

Ich könnte ewig weiter machen. Stattdessen warte ich auf den nächsten Band, denn die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Wenigstens den ersten Teil der Trilogie, die im Deutschen wieder mal auf sechs Bände aufgespalten wurde, will ich beenden.