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Impressions from the reading life

Red Rising (Red-Rising-Trilogie, Band 1) - Pierce Brown, Martin Bross, Bernhard Kempen

Bin ich eigentlich die einzige Person im Universum, die dieses Buch unmöglich findet? Schon früh war ich versucht, einfach abzubrechen, die Figuren und der Weltenbau kommen mir so komplex vor wie in einem Groschenroman. So einen musste ich mal für die Schule lesen, ich weiß also tatsächlich, wovon ich spreche.

Aber so leicht wird man mich nicht los. Also weiter. Nach einem Drittel werfe ich doch das Handtuch. Die Weltsicht der Goldenen, die immer mehr klar wird, wird überhaupt nicht problematisiert, wie es für die Perspektive des Romans nötig wäre. Einerseits heißt es, die Goldenen sehen unnatürlich schön aus und sind eklig herablassend, in anderen Szenen sind sie dann aber plötzlich wunderschön und anbetenswert. Häh?

Als Erwachsene finde ich die ganzen Klischees und Anleihen lächerlich; hätte ich das Buch als 13-jährige gelesen, hätte ich womögliche leichte Probleme mit meinem Körperbewusstsein und meinem Selbstbild als Frau bekommen.

Das Frauenbild in Red Rising empfinde ich als äußerst problematisch. Natürlich gibt es die übernatürlich sanfte, empathische Frau, die schnell zu einer Art Engelsfigur stilisiert wird. Sonst: Nur Männer und Mannsweiber. Genau genommen ist damit das Männerbild genauso kritisch zu sehen wie das der Frauen. Wie in einem ollen John Wayne Streifen. Indianer kennt keinen Schmerz und so ein Blödsinn.

 

Also, liebe Red Rising Fans, eine ernst gemeinte Frage: Was findet ihr an besagtem Buch toll? Ich lasse jedem seine eigene Meinung und möchte wirklich gerne verstehen, was ich hier verpasse, und freue mich über jeden Kommentar.

 

Short summary: I hated this book so much I had to DNF it. I'm kindly asking fans to explain to me what they loved about Red Rising. If you're a fan, please leave me a comment.