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Impressions from the reading life

Das kam wann raus?!

Begegnungen mit Menschen Büchern Städten - Stefan Zweig

Okay, mit einigen der Essays konnte ich nichts anfangen, weil ich die darin erinnerten Personen einfach nicht kenne. Aber was ich gelesen habe, war wirklich exzellent: Das Alter der Texte ist unglaublich.

Eine Beschreibung des Rhythmus' der Stadt New York, die kein bisschen nach 1912 klingt (außer, wenn Zweig schreibt, das nachts die Lichter ausgehen); ein Essay über Globalisierung, bevor es das Wort überhaupt gab; einige Gedanken über das Lesen und Bücher, die genausogut von einem von uns heutigen Lesern kommen könnten. Außer natürlich, dass Zweig sie mit seiner nachdenklichen Art genau auslotet.

Dabei benutzt er gerne blumige Worte, das Pathos steckt in jedem Satz. Aber es stört mich nicht, es zeigt mir nur Zweigs Begeisterung für seine Umwelt und seine Gedanken. Die Worte sind zwar schmückend, aber nicht ausschließlich, er trifft trotzdem genau ins Schwarze.

 

Ich habe vor Kurzem auf meiner Website über meine seltsame Faszination für Zweig geschrieben; dieses Buch trägt weiter dazu bei. Wird mal Zeit, es mit seiner Fiktion zu probieren.